Rummelpottlaufen ein Brauch für Kinder in der Silvesternacht

Rummelpottlaufen „Rummel Rummel Riemen“ de Rummelpott geiht rum

In Dithmarschen – Krach machen und Reime Rummelpottlaufen  dabei singen und vortragen

Aus der Erzählung meines Vaters, der als Kind selbst einen Rummelpott gebastelt hat und dann mit seinen Freunden von Haus zu Haus gelaufen ist und mit einem lauten Rummelgeräusch auf die Kinder aufmerksam gemacht hat. Sie forderten von den Nachbarn Förtchen ein. Förtchen sind ein Hefegebäck, ähnlich aber kleiner und leichter verdaulich als Berliner, mit Puderzucker und alternativ mit Rosinen zubereitet,  das in eine bestimmten Förtchenpfanne gebacken wurde. Speziell in der Silvesternacht wurden Förtchen gebacken um damit auch den vielen Kindern, die Rummelpottlaufen, etwas Süßes mitgeben zu können.

Mit viel Lärm und Gesang wurden die Förtchen eingefordert:

Auf Plattdeutsch wurde dann gesungen:

„Old Johr Niet Johr,

Mudder sünd de Förten Gohr?

Sünd se noch nie gohr,

dann teubt wie noch en Johr!“

wenn dann die Tür nicht geöffnet wurde, lästerten die Kinder über „knickrige“ Leute.

 

Wenn es etwas gab und man schnell weiter wollte um mehr Förtchen zu bekommen lief man wieder mit Gesang los:

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